Puerto Madryn

Puerto Madryn (Argentinien)

1.+ 2. Februar 2016

Hier in Patagonien ist Natur pur. Es gibt hier nur 2 Einwohner pro Km2. Die ganze Landschaft steht unter UNESCO Weltnaturerbe. Hier hat es Wissenschaftler aus der ganzen Welt, die ihre Tierforschungen hier durchführen.

Wir liegen hier zwei Tage am Pier. Es ist erstaunlich warm hier, aber es ist Sommer und die Kinder haben zwei Monate Ferien.

Da es mich mit einer Erkältung von den zu tief gekühlten Bussen erwischt hat, gehen wir nicht auf den 10 stündigen Ausflug, wo man die vielen Pinguine sieht, sondern erkunden den Ort zu Fuss. Wir wollen ins Internet, aber unser note book macht keinen Mucks mehr. Dann kaufen wir im Kiosk Ansichtskarten, Briefmarken sind hier keine erhältlich, aber wir haben ja von Buenos Aires noch DHL Briefmarken, als wir diese Annahmestelle gefunden haben, wird und freundlich erklärt, dass sie frankierte Post gerne annehmen aber keine Marken verkaufen ! Als wir endlich ein offizielles Postamt finden ist es geschlossen. Ja, andere Länder andere Sitten !  Die meisten Menschen, die wir angetroffen haben sind jedoch sehr nett und hilfsbereit.

 

Am nächsten Tag geht’s dann mit einem Taxi durch das kilometerlange, trockene Gestrüpp, auf staubigen Schotterpisten, nach Punta Lomo,  zu einer Seelöwenkolonie. Hier kann man diese eher unförmigen, watschelnden Tiere gut beobachten. Momentan haben sie viele Junge. Sie werden von den Eltern gemeinsam aufgezogen. Einmal geht die Mutter auf Futtersuche und der Vater passt auf und dann wechseln sie sich wieder  ab. Sie können  bis sieben Minuten unter Wasser sein und bis 170 m in die Tiefe tauchen. Sie rufen und rülpsen um die Wette und die älteren Babys lernen mit ihren Eltern schwimmen und tauchen.  Überall hat es Seevögel die an den Klippen brüten. Die Paare sind einander treu und beziehen jedes Jahr wieder das gleiche Nest um ihre Jungen aufzuziehen.

 

Am Abend Abfahrt Richtung Kap Horn und Ushuaia.